Gastbeitrag von Dr. phil. nat. Simon Aegerter −
Die Lektüre des „Erläuternden Berichts“ Energiestrategie 2050 zur neuen Energiestrategie des Bundes ist alles andere als erläuternd. Schon die Einleitung lässt jede Menge Fragen aufkommen: Geht das? Was wird es wirklich kosten? Wie verringert man den CO2-Ausstoss mit Gaskraftwerken? Wie wird unsere Landschaft aussehen mit 800 Windmühlen? Und so weiter.
Die eigentliche Frage aber ist: „Warum?“
Warum tun wir uns das alles an? Warum bürden wir der Wirtschaft und uns allen ohne Not neue Lasten auf? Wir haben in der Schweiz eine weitgehend klimaneutrale, zuverlässige Stromversorgung, die man erweitern und ausbauen könnte. Stattdessen soll sie zerstört werden.
Warum?
Man wird an das Jahr 1424 erinnert. Damals entschied der Kaiser von China, aus der Schifffahrt auszusteigen. Gerade als der Admiral Zheng He von einer äusserst erfolgreichen Expedition heimkehrte, verbot der Kaiser für alle Zukunft die Schifffahrt.
Warum? Weil ein Teil des neuen Kaiserpalasts abgebrannt war!
Es war es ein obrigkeitlicher Bauchentscheid ohne logischen Grund. Er hatte fatale Folgen. Das nun isolierte China stagnierte. Im Lauf eines halben Jahrtausends sank es zur Bedeutungslosigkeit hinab, in Bürgerkrieg, bittere Armut und Hungersnot.
Ein obrigkeitlicher Bauchentscheid ohne logischen Grund ist auch die Energiewende. Wer eine Ahnung davon hat, wie Energieversorgung und Volkswirtschaft zusammenhängen, befürchtet nach der „Energiewende“ ähnliches für die Schweiz.
Mit jeder Kilowattstunde produzierten wir in den letzten Jahren etwa 2 Fr. Volkseinkommen. Nun sollen wir in 40 Jahren mit weniger Kilowattstunden auskommen. Auch im besten Fall werden wir damit nicht gleichviel Volkseinkommen produzieren können. Wir werden ärmer.
Warum?
Weil wir angeblich keine Kernkraftwerke mehr wollen. Darum!
Wirklich? In den letzten Jahrzehnten hat das Stimmvolk sich vier Mal gegen den Ausstieg aus der Kernenergie ausgesprochen, obwohl die Massenmedien fast einstimmig dafür geschrieben und geredet haben.
Seit Fukushima wurde der Medienhype besonders überbordend, allerdings fast nur im deutschen Sprachraum, wie der Historiker Hans Mathias Keplinger nachgewiesen hat. Zeitungen, Radio und Fernsehen waren voll von Schauermärchen und Horrorgeschichten. Desinformation nennt man das.
Wir wollen dagegenhalten, Fakten sprechen lassen. In loser Folge werden wir Mythen widerlegen, unterdrückte Wahrheiten offenlegen, Lügen entlarven. Nicht weil wir eine Lobby sind sondern weil wir Grosseltern sind und weil wir uns um unsere Enkel und ihre zukünftige Schweiz sorgen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zheng_He
http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_the_Forbidden_City